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Herstellen von getrockneten Zitrusfrüchten

So seit Tagen liegt der Duft von Orangen, Mandeln, Vanille und Bratäpfeln in der Luft. Ja, richtig erraten: es ist Weihnachtszeit und der Weihnachtsmarkt lockt täglich bei bunten Lichtern zu Glühwein und gebrannten Mandeln ein. Doch möchte ich in diesem Blog weniger auf die kulinarischen Gelüste der Weihnachtszeit eingehen sondern mehr über das Dörren von Früchten schreiben.

Seit einiger Zeit ist vermehrt zu sehen, dass das Verlangen nach alternativen Dekorationselementen in Getränken speziell in Longdrinks und Mixgetränken sehr stark in den Vordergrund gerückt ist. Daher ist es nicht fraglich oder sonderlich überraschend, dass wiedermals eine Kitchen-Technik Einzug in das Barleben gehalten hat.

Dörren im Backofen
1. Früchte von den Endstücken befreien und anschließend in dünne Scheiben schneiden.  Achten Sie darauf, dass die Fruchtscheiben nicht zu dünn oder zu dick und möglichst gleichmäßig geschnitten werden. So ist garantiert, dass die Fruchtscheiben gleichzeitig fertig sind, ansonsten kann es durchaus passieren, dass wenn die einen fertig sind die anderen schon verbrannt und somit unbrauchbar sind.

2. Breiten sie ein Küchenkrepp aus und legen die Fruchtscheiben darauf ab. Als nächstes nehmen sie ein weiteres Stück Küchenpapier und drücken dieses auf die Fruchtscheiben. Dies hat zum Vorteil, dass der Fruchtsaft austritt und die Fruchtscheiben beim späteren Dörren im Backofen weniger Zeit verbringen müssen. Vorteil dieser  Technik liegt auf der Hand. Weniger Energieverbrauch spart unnötige Kosten.

3. Wenn nun die Fruchtscheiben ausgedrückt sind, bedecken Sie die Fruchtscheiben mit einem weiteren Küchenpapier und tupfen nochmals nach. Lassen Sie das Küchenkrepp noch etwa für 10 Minuten liegen, so saugt dieses noch etwas Feuchtigkeit aus den Fruchtscheiben. Während dieser Zeit können Sie den Ofen auf 175°C vorheizen.

4. Nun legen Sie die Fruchtscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofengitter aus und schieben dieses nachdem der Ofen die erwünschte Temperatur erreicht hat in die Mitte des Backofens und stellen die Alarmfunktion auf 25 Minuten. Sollte Ihr Ofen diese Funktion nicht besitzen, können sie auch eine Eieruhr oder auch Ihr Handy einstellen.  Denn eines hat man immer, wenn schon kein gescheiter Ofen  im Haus ist, "ein Handy"!

Tipp: Lassen sie die Fruchtscheiben beim Dörren aber nicht allzu lange aus den Augen, denn sonst kann es auch passieren, dass die Fruchtscheiben verbrennen. Dies passiert schon mal und mir vorallem auch. Wenn es doch mal 2 oder 3 Scheiben gibt die etwas dunkler geworden sind, dann schmeißen Sie diese einfach weg und ärgern sich nicht weiter drüber.

Dies ist vor allem bei Zitrusfrüchten wie Zitronen oder Limetten der Fall, deswegen, wie gesagt, lieber einmal mehr nachschauen und ggf. die Scheiben umdrehen.
 

5. Nun die Scheiben wenden und die Temperatur auf 125°C herunterstellen. Anschließend die Backofentür in der oberen Kippfunktion arretieren. Wenn das bei Ihrem Ofen nicht geht, dann stecken Sie ein Küchentuch / Geschirrtuch zwischen Tür und Ofenöffnung und schließen die Ofentür. Nun kann die Feuchtigkeit aus dem Ofen abziehen was den Dörrvorgang beschleunigt.

6. Anschließend die Alarmfunktion auf eine weitere 20 Minuten stellen. Nicht vergessen gelegentlich nachzuschauen.

7. Die Fruchtscheiben nochmals wenden und für weitere 20 Minuten im Ofen trocknen. Dieser Vorgang sollte viermal wiederholt werden, erst dann sollten die Fruchtscheiben ausreichend getrocknet sein.

8. Nun die Fruchtscheiben aus dem Ofen nehmen und zum Abkühlen auf einem Rost ausbreiten.

Sollten manche Fruchtscheiben nicht ausreichend getrocknet sein und noch weich und  feucht sein, dann gebt die Fruchtscheiben einfach nochmals in den Backofen. Damit sie aber nicht verbrennen, empfehle ich euch den Ofen erst einmal auf 50° einzustellen und die Temperatur alle 15 Minuten etwas zu erhöhen (50 / 75 / 100 / 125°C). Ist die maximale Temperatur von 125°C erreicht, empfiehlt es sich die Fruchtscheiben einfach etwas länger im Ofen zu lassen, jedoch nicht länger als 30 Minuten.


 
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